Ernährung

Ein Schritt in die richtige Richtung: NRW spricht sich gegen das Töten von Eintagsküken aus

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„Männliche Küken sind kein Abfall“! Dieser Meinung sind wir bei PETA schon lange. Und nun hat erstmals eine Landesregierung, nämlich Nordrhein Westfalen, einen Erlass zum Verbot des Tötens von Eintagsküken herausgegeben. Das finden wir super.Bildschirmfoto 2013-09-27 um 16.10.28

NRW beruft sich dabei auf einen Gerichtsbeschluss der Staatsanwaltschaft Münster, wonach das Töten der männlichen Küken nach der Geburt als tierschutzwidrig eingestuft wurde. Europaweit ist es allerdings noch gängige Praxis, dass die Brüder der sogenannten Legehennen maximal 72 Stunden am Leben sein dürfen. Dies geschieht deshalb, weil sie für die Tierindustrie wertlos sind. Sie legen keine Eier wie ihre Schwestern, und sie nehmen nicht so schnell und profitabel an Gewicht zu wie ihre Leidensgenossen, die sogenannten Masthühner. Deshalb werden alle Küken nach ihrer Geburt auf einem Fließband nach ihrem Geschlecht sortiert und die männlichen im Anschluss vergast oder bei lebendigem Leib geschreddert -alleine in Deutschland sind dies 50 Millionen Küken jedes Jahr!

http://youtu.be/lGpJ7J8ReJ4

Jedes Ei steht  also für den Tod eines Kükens, das niemals Leben durfte und es steht für die Qualen einer Legehenne, die niemals ein Ei ausbrüten durfte und die geschlachtet wird, sobald ihre Legeleistung nachlässt.

Doch was geschieht nun mit den männlichen Küken in NRW?

Werden diese nun länger gemästet als ihre „produktiveren“ Leidensgenossen in der Intensivmast um anschließend als neues „Produkt“ auf den Markt zu kommen? Eine Lösung hat die Landesregierung hierzu noch nicht.

Wir aber schon! Durch die rein pflanzliche Ernährung schützen wir Küken, wie auch alle anderen Tiere. Ein netter Nebeneffekt ist der positive gesundheitliche Aspekt, denn dass Eier unter anderem aufgrund ihres hohen Cholesteringehaltes sehr ungesund sind, ist bekannt.

Was könnt Ihr tun?ruehrtofu

Probiert die tollen Ei-Alternativen aus und etabliert die rein pflanzliche Ernährung in Eurem Alltag. Ihr werdet sehen, dass Kuchen backen auch ohne Ei funktioniert oder kennt Ihr schon das hühnerleidfreie Rühr“ei“?

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Über den Autor

Lisa

ist Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie. Sie hat Agrarwissenschaften studiert und will sich nun für alle Tiere stark machen, egal ob sie muhen, grunzen, gackern, bellen oder miauen.