Meine Eltern haben eine Meise!

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Tatsächlich: Meine Eltern haben eine Kohlmeise – einen tierischen Gast auf Zeit. Und sie sind ganz verrückt nach dem schlauen kleinen Tier.

© PETA Deutschland e.V.

Der Vogel übernachtet in unserer Straßenlaterne – nicht jede Nacht, aber wenn es sehr kalt ist oder regnet. Ein super-Platz: sicher, trocken, windgeschützt und sogar mit einer „eigenwilligen Heizung“ ausgestattet – denn die Leuchten der Laterne, die auf einen Bewegungsmelder reagiert, sind noch keine Energiesparlampen.

Und nachdem der kleine Vogel in den ersten Nächten stets etwas empört auf Störenfriede hinunter blinzelte, scheint ihm die kurzfristige Erleuchtung inzwischen regelrecht egal zu sein.

Im Morgengrauen reckt und streckt sich das clevere Tier, um sich flugklar zu machen, und die Tage möglicherweise mit  anderen Meisen an den  Knödeln zu verbringen – auch wenn sie noch nie einen zweiten Vogel nach Hause oder die benachbarten Laternen mitgebracht hat.

Diese Meise: Ein toller, lustiger, schlauer und einzigartiger Vogel – wie alle anderen Tiere auch. Wir sollten unsere Mitlebewesen um ihrer selbst willen respektieren – gerne auch bewundern – und ganz sicher nicht missbrauchen, quälen oder töten!

Wellensittich auf einer Vogelausstellung
© PETA Deutschland e.V.

Tiere in der Freiheit sind wundervoll: Und gerade im Winter lassen sich heimische Vögel toll in Gärten und Parks beobachten. Dabei erscheint es dann besonders verrückt und makaber, dass Menschen Tiere sogar fangen oder züchten, nur um sie zu „haben“! Schätzungsweise 3,5 Millionen Vögel leben in deutschen Haushalten. Viele von ihnen sind einsam in kleinen Käfigen gefangen und können ihre Flügel nie benutzen.

Die Meise meiner Eltern ist frei und macht Freude. Doch so sehr sie auch begeistert: es wäre schön, wenn sie bald nicht mehr in der Lampe sitzt. Und zwar nur deshalb, weil es doch nun endlich Zeit für den Frühling ist: für Sonne, längere Tage und wärmere Nächte! Darauf wartet sie sicher auch.

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  • Baron Von Merkens

    Sehr schöner Beitrag!