Tote Füchse: PETA zeigt tierquälerische Jagdpraktiken an

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Jäger machen gerade 0,4 % der deutschen Bevölkerung aus, doch sie beanspruchen für sich, im deutschen Wald über Leben und Tod zu entscheiden. Die Jagdgesetze sind darauf zugeschnitten, ihre Lust am Töten zu befriedigen und so werden jedes Jahr fünf Millionen Waldbewohner und zusätzlich ca. 450.000 Hunde und Katzen sinnlos getötet.

Toter Fuchs / Foto © Brigitte Gommel, Januar 2013

Toter Fuchs / Foto © Brigitte Gommel, Januar 2013

Jäger werden dabei immer dreister und begehen immer häufiger offensichtliche Tierquälereien. In einem aktuellen Fall haben wir Strafanzeige gegen Jäger erstattet, die einen Fuchs aus einem Bau ausgegraben haben, ihn an den Hinterbeinen gepackt und mehrere Meter weit durch die Luft geworfen haben, um ihn dann am Boden zu erschießen. Hier ist ein Foto von der Tierquälerei, das als „Bild des Monats“ in einem Jagdmagazin veröffentlicht wurde. Das Tier hat bei dieser Tötungsmethode sicherlich erheblich gelitten, was einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz darstellt.

In einem weiteren Fall, bei dem ein toter Fuchs (Foto in diesem Artikel) mit einer großen Wunde im Wald gefunden wurde, prüfen wir derzeit, ob ein Verstoß gegen das Landesjagdgesetz vorliegt und werden ggf. ebenfalls Anzeige erstatten.

Bist du auch schon einem Jäger aufgesessen, der dir die Jagd als notwendig verkaufen wollte? Dann schau dir bitte diesen kurzen SWR-Beitrag an, in dem die Lügen der Jäger aufgedeckt werden.

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20 Responses

  1. hirschhund

    Um den Nahrungsbedarf des Menschen zu decken, werden grosse Teile Deutschlands landwirtschaflich genuzt. Da auf diesen Flaechen kein Wild wilkommen ist , wird es in andere Gebiete gedraengt, wo es dann logischerweise auch reguliert werden muss.
    Jeder, der Mais,Getreide,Gemuese,Obst usw kauft oder mit Holz heizt, sollte froh sein, das dieser blutige Job von anderen erledigt wird.
    PETA sollte sich mal ein schoenes  Stueck deutschen Urwald pachten oder kaufen und dort so viele wiltiere wie moeglich reinstopfen und einfach nur zusehen….
    Es gibt natuerlich auch schei… Jaeger

    • Ebony Schmidtchen

      Geht’s noch? Vielleicht erstmal informieren bevor man so einen Mist postet lieber Hirschhund…  Immer mehr Nutzflächen werden deshalb benötigt weil der Fleisch-/Mo-Pro-Konsum immer mehr ansteigt. Auch wenn ich selbst keiner bin, Veganer sind am wenigsten schuld daran dass immer mehr Natur für die Lebensmittelindustrie zerstört wird.
      80% der Getreide- und 90% der Sojaproduktion z.B. wird in Futtermittel für Nutzvieh umgewandelt. 
      Wer also nur pflanzliche Kost kauft darf sich auf weiterhin darüber aufregen, dass es solche blutigen Jobs überhaupt gibt selbst wenn man deiner Logik folgt…

      • hirschhund

         umso schlimmer – dann lieber Wild als Mastvieh denn da geht es richtig ekelhaft ab. Klar sind Veggies nicht schuld die pflanzen ja ihr eigenes Gemuese. Ein echter umweltbewusster Veggie traegt auch nur 2nd hand – und recyclingkleidung, die nicht aus anderen Laendern importiert wird-die sind an gar nichts schuld die machen alles richtig

        Menschen werden immer Tiere toeten da beist die Maus keinen faden ab und es wird auch immer welche geben, die es gewissenlos, unethisch, perves, unwaidmaennisch, qualvoll, spasshalber usw tun.Aber bestimmt keiner davon macht dafuer in Deutschland einen Jagdschein

  2. pan4ever

    “Regelung des Bestandes”? Dieser Grund ist mehr als lächerlich. Genau so gut könnte man den Vorwurf einwerfen, in den dritte Welt Ländern gibt es einen Überschuss an Menschen (was ja tatsächlich so ist) und man müsse den Bestand regeln und diese einfach über den Haufen schießen. Aber sowas ist ja dann dermaßen unmenschlich, dass man diesen Gedanken sofort aus seinem schwarz/weiß-Hirn verbannt. 

    Selbes gilt für das Wild, dass den Nahrungsbestand angeblich in Grund und Boden frisst – Menschen zerstören Unmengen an Regenwald und roden diesen und viele andere Wälder aus, aber sobald ein Hirsch ein paar Bäume anknabbert, hat man schon allen Grund die geladene Waffe auf das Tier zu richten. Menschen sind einfach widerwärtig. 

    • hirschhund

       In Dland gibt es keinen Regenwald und auf das bisschen Wald (Holz)was es hier noch gibt sind viele Menschen ziemlich scharf.Richtiger Wald mit Bueschen, und Unterholz ist sogar noch seltener.Ein Jaeger schiesst nicht wegen den Baumen, sondern um den Bestand gesund zu halten. Um Baueme kuemmert sich der Foerster.
      Vieleicht waere die Neuseelandversion besser: Rotwildbekaempfung mit Gift, welches aus Helicoptern geworfen wird, das daemmt dann auch gleich andere Arten mit ein.

      • pan4ever

        Hier fällt mir der nette Satz ein “Du sprichst viel, aber du sagst nichts.” Dein Kommentar ist ebenso sinnlos wie das töten von Tieren.

      • hirschhund

         OK
        Stell dir vor, du hast Forstwirt studiert und bist ploetzlich fuer die Vegetation und den Wildbestand in einer durch Autobahnen,Fluesse,Orte etc abgeschlossene Region verantwortlich. Rot-,Reh- und Schwarzwild sind jeweils mit 2 Tieren pro hectar vorhanden und die Anzahl steigt.Auch kranke und verendete Tiere tauchen hin und wieder auf was tust du? Wild/Gruenbruecken bauen oder versuchen zu impfen

        • pan4ever

          Genau so gut könnte man dein Beispiel auf die Menschen anwenden. Wir sind überbevölkert, da stimmst du mir sicher zu, aber dagegen wird auch nichts unternommen. Man könnte beispielsweise Menschen in ärmeren Ländern über die Population aufklären und ihnen bei der Verhütung helfen, stattdessen aber überlassen wir sie ihrem Schicksal, welches sich unweigerlich auf alle anderen Menschen überträgt. Und da wollen mir ein paar schießwütige Leute erzählen, dass das Wild in unseren Wäldern ein Problem darstellt? Also bitte. Wieso dann schmücken sie sich mit ihrer Beute? Das ist ne Art Schwanzvergleich, entschuldige bitte meine Ausdrucksweise, aber das trifft’s eben auf den Punkt. Es geht weniger um den Bestand als viel mehr darum, seine Lust am Töten zu befriedigen, wie die Dame im Video schon sagte, ein sogenanntes “Machtgefühl” zu empfinden. Und das ist alles andere als in Ordnung.

          • Zerda

            Es ist doch immer wieder wunderbar, wie schön Halbwissen und Schubladendenken verbreitet wird.. Nun, leider ist es so, das der Anstieg der Wildpopulation wohl kaum auf die gesetzlich festgeschrieben 2kg Mais ( das sind zwei Mehlpackungen) pro Kirrung zurückzuführen sein kann. Wohl eher auf auf die intensive Landwirtschaft und den flächigen Anbau von Maismonokulturen (Futter für Biogasanlagen). Nun und wenn sich eine Rotte Sauen oder ein Rudel Rothirsche im Feld häuslich niederlassen entstehen Schadflächen die leicht die Größe von mehren Fußballfeldern annehmen. Der Ernteverlust liegt mindestens bei mehren Hundert häufig auch weit über Tausend Euro. Das ist keine Übertreibung! Und für den Wildschadensersatz klingelt der Landwirt an der Tür des Jägers.
            Ich kann mir nicht vorstellen,das es einem ein Machtgefühl vermittelt, wenn man nächtelang den frisch gedrillten Maisacker bewacht und in der Nacht, in der man Nachtschicht hat, wird das halbe Saatgut wieder ausgebuddelt.
            Und mir ist es lieber, Wild zu essen, das ein natürliches und artgerechtes Leben hatte und (meist) schnell und stressarm zu Tode gebracht wurde, als einen Schwein, dass so eng eingepfercht wird, dass man ihnen nach der Geburt die Schwänze abschneiden muss, damit sie sich die nicht gegenseitig abbeißen und welches dann lang und qualvoll Stunden und gar tagelang Schwarte an Schwarte in einem LKW zur Schlachtung transportiert wird..
            Es wäre besser, Peta würde seine Zeit weitaus bedeutenderen Dingen widmen, z.B. den illegalen Waltötungen, der zunehmenden Verschmutzung der Meere oder dem illegalem Tierhandel

        • hirschhund

           Ich bin Jaeger ja. Ich lebe in einer anderen Zeitzone und kann deshalb nicht sofort antworten.
          Es gibt Jaeger, die dieses privileg nicht verdient haben.
          Trotz allem weiss jeder einzelne deutsche Jaeger mehr ueber Wildtiere,Insekten,Pflanzen,Landbau,Waldbau,Naturschutz,Wildkrankheiten,Voegel und und und als alle sogenannten Tierschuetzer zusammen.
          traurig aber wahr: es geht nicht ohne toeten.
          Ueber Mengen und Zahlen kann man sich streiten.

      • mensch12

         genau, erst wird gefüttert, dann erschossen, dann der ganze Kopf ins  Wohnzimmer gehängt. Alles aus Liebe zum Wald!

  3. Gabriele Flückiger

    Es ist mir unverständlich, dass man gegen die Jägerschaft nicht ankommt. All die Jägerlügen sind inzwischen bekannt und die Argumente der Jäger “pro Jagd” auch weitestgehend widerlegt. Es handelt sich hier um einen sehr, sehr kranken Teil unserer Bevölkerung. Das bestätigen die immer wieder aufgedeckten Tierquälereien. Ein brutales Vorgehen konnte in unserer Gemeinde im Nov. 2012 beobachtet werden (mangels Möglichkeit zum Fotografieren konnte leider keine Anzeige erstattet werden). Ein Jagdhund apportierte einen angeschossenen Feldhasen. Der Jäger hat das arme Tier anschließend mit dem Gewehrkolben erschlagen. Vier Schläge waren nötig. Den entsetzten und empört herbeigelaufenen Mitbürgern erklärte er, er könne den Hasen nicht erschießen. Er wolle ihn ja schließlich noch verkaufen. Ist das zu glauben? 

    • Zerda

       Es ist mir unverständlich, wie man es vorziehen kann, dass das Wild lieber an Seuchen  wie Räude, Tollwut u.ä. qualvoll verenden soll, als mit einem sauberen(!) Schuss erlegt zu werden. Wer schon mal einen von Räude zerfessenen Fuchs oder ein durch Dassellarven fast verhungertes Reh gesehen hat, sieht das vielleicht etwas anders.

  4. Stephie K

    Boah,ich könnte kotzen, jedes Jahr wieder. Am Wochenende war in Artlenburg Treibjagd unzählige Rehe,Wildschweine, Kaninchen, Marder, 4 Füchse ein 1 Dachs … ja wir sind so stolz auf die Herren mit der grünen Kappe!!!!! (über die Katzen, die ihnen auch vor die Flinte kommen wird geschwiegen, die lässt man einfach liegen!

  5. Gabriele Flückiger

    Hirschhund ist für mich kein Gesprächspartner in dieser Diskussion. Seine Argumentation ist nicht nachvollziehbar und - leider – sehr schwachsinnig. Auch Zerda ist nicht mehr up-to-date. Tollwut ist nachweislich seit vielen Jahren bei uns in Deutschland ausgerottet und demzufolge kein Argument für die Jagd auf Füchse, etc..  Als Argument für die Jagd auf Füchse wird nun gerne der Fuchsbandwurm genannt, obwohl erwiesen ist, dass es pro Jahr nur ca. 20 Neuinfektionen  gibt. Weitaus mehr Menschen werden vom Blitz getroffen oder kommen durch Jagdfunfälle zu Schaden.    

    Der Wald müßte nicht durch Jäger geschützt werden, wenn sie denn auf die Winterfütterung verzichten würden. Durch die Fütterung wird der Bestand künstlich hochgehalten. Auch alte und kranke Tiere können dadurch überleben. Aber, man muß ja etwas zum Erschießen haben.

    Wir hatten offensichtlich einen Dachs in unserer Gemeinde (gesehen habe ich ihn leider nie). Man freut sich über den Biber, der sich wieder ansiedelt. Und generell über die Artenvielfalt, die sich nach einer Renaturierung wieder einstellt. Auch die Ansiedlung eines Dachses zeugt normalerweise von einem relativ guten Standort. Nicht für die Jäger, die sich ja so gut auskennen ( lt. Hirschhund mit Insekten, Pflanzen, Wald und Ackerbau, etc.  und den Gefahren, die von einem Dachs ausgehen. Gefahren für wen?)

    Die Jägerlügen müssen endlich großflächig propagandiert werden, damit jeder die Wahrheit erfährt. Die Jägerlobby muß geschwächt werden, da es keine Gründe gibt “pro Jagd”   

      

  6. Hirschkönigin

    Tolle Jagdvideos , wo kann mann sich diese runterladen .