Lohmann züchtet sogenanntes Zweinutzungshuhn

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Der größte “Legehennen”züchter Lohmann soll laut Angaben der Welt ein sogenanntes Wiesenhof-Skandal-0000Zweinutzungshuhn entwickelt haben, das im Gegensatz zu den Hühnern, die entweder in der Eierproduktion oder in der Mast augenutzt werden, sowohl eine gute Eierausbeute als auch Fleischausbeute aufweisen soll.

Zum Hintergrund:

Bislang ist es ein großes ethisches Problem, dass – auch für die Bio-Produktion – die Brüder der “Legehennen” direkt nach der Geburt als Küken aussortiert und in den Schredder geworfen werden. Rund 50 Millionen kleine Küken sterben jährlich allein in Deutschland auf diese Weise. Denn ihre Zuchtlinie bringt Hühner hervor, die zwar über 300 Eier im Jahr legen können (vorausgesetzt sie sind weiblich), aber keinen nennenswerten Fleischansatz liefern.

Die Zweinutzungshühner könnte man, so die Idee, schließlich für die Eier- und Fleischproduktion einsetzen. Wieder einmal zeigt sich, dass die Verantwortlichen in der Tierindustrie ein typisches Denken aufweisen, bei dem es nur darum geht, so viel Nutzen wie möglich aus einem fühlenden Lebewesen zu ziehen. Die männlichen Küken sterben dann nicht mehr am ersten Tag, jedoch sechs Wochen später kopfüber am Fließband. Bislang sind Zweinutzungshühner weder wirtschaftlich noch häufig vorzufinden.

Man kann es also drehen und wenden wie man möchte. Auch für die Eierproduktion sterben Tiere. Auch wenn jetzt Züchter versuchen, weniger Tiere leiden zu lassen, ist die einfachste Lösung doch immer sich vegan zu ernähren. Denn jedes Leben zählt !

  • uwuragomix

    Noch dazu werden ja in der Eiproduktion nicht nur die männlichen Küken getötet, sondern auch die Legehennen kommen nach ca. 1,5 Jahren weg (normal würde ein Huhn ca. 20 Jahre alt werden), weil die Legeleistung dann rapide nachlässt und sie schlicht unwirtschaftlich werden. Macht bei den 17.353.684.000 Eiern pro Jahr, die in Deutschland verspeist werden einen Verschleiß von 39.893.526 Hennen, Jahr für Jahr.

    Oder anders ausgedrückt: Für die 212 Eier, die jeder Bundesbürger im Schnitt jedes Jahr isst, wird alle zwei Jahre ein neues Huhn für diese eine Person gebraucht und das alte weggeworfen. Wie sich ein (Ovo-)Vegetarier das schön reden kann, ist mir echt schleierhaft.

    • Reg09

      Dass Hühner eigt 20 Jahre alt werden sollten, kann ich nicht bestätigen. Vielleicht liegt es an der Überzüchtung (250-300 Eier im Jahr ist doch nicht normal!). Ich selbst bin zwar Veganerin, lebe aber auf einem BAuernhof. Meine Familie ernährt sich weder vegan noch vegetarisch & wir haben Hühner. Sie bekommen biologisches Futter, haben einen steht’s sauber gehaltenen, artgerecht eingerichteten Stall für die Nacht & am Tag laufen sie auf der großen Wiese rum, mit vielen abwechslungsreichen Möglichkeiten zur Beschäftigung etc. Kein Huhn wird hier getötet, weil es zu wenige Eier legt etc, aber schon, wenn sie nur noch leiden (zB am Alter). Kaum ein Huhn wurde aber bei uns älter als 6 Jahre. Die Tiere kommen übrigends vom ganz gewöhnlichem Händler. Doch fällt auf, dass die Hähne (gehören Rassen der Legehennen an) gering älter werden, als die Hühner.
      Wenn du mir bitte sagen kannst, woher du deine Information hast oder ob du selbst Erfahrungen gemacht hast, wär ich dir dankbar.

      Neugierige Grüße, Reggie