1018191478_7bc1a8fdbb
457
mal geteilt.
Artikel teilen!
Artikel twittern!
Google+
Pinterest
StumbleUpon
+
Was ist das?
1018191478_7bc1a8fdbb

(C) flickr.com, labormikro

„Menschliche Zellkultur schlägt Tierversuch“ – so titelte kürzlich ein Beitrag des Deutschlandfunks. Eindrucksvoll wird eine zukunftsweisende neue Testmethode für pharmazeutische Wirkstoffe vorgestellt, die aktuell in Köln entwickelt wird; der Hörer bekommt eine Ahnung davon, welch schreckliche Tragödie hätte verhindert werden können, hätten solche Methoden schon zur Zeit des Contergan-Skandals zur Verfügung gestanden.

Obwohl – die eigentliche Tragödie ist, dass dieser Skandal heute genauso möglich wäre wie damals, denn seitdem wurden zwar die Zulassungsbedingungen für neue Wirkstoffe verschärft, so dass jeder Wirkstoff auch an mindestens 2 verschiedenen Tier-Spezies auf Embryotoxizität getestet werden muss. ABER auch diese Tests hätte Thalidomid, der Wirkstoff von Contergan, höchstwahrscheinlich bestanden, denn nachträgliche Forschungsergebnisse zeigten, dass dieser Wirkstoff NUR bei einer einzigen bestimmten Kaninchenrasse die gleichen katastrophalen Fehlbildungen verursacht wie beim Menschen.

Deshalb steht der Contergan-Skandal auch heute noch als trauriges Mahnmal für die Fehlbarkeit des „Tiermodells“ und dafür, wieviel Leid und Tod bei Mensch und Tier dadurch ausgelöst wird, dass man immer noch auf Tierversuche vertraut.

Vielleicht erkennen dies auch eines Tages unsere Politiker, darauf jedenfalls arbeiten wir von PETA hin. Immerhin hat der Bund gerade erneut einen Forschungspreis für vielversprechende tierfreie Forschungsansätze ausgelobt. Der Preis ist mit 15.000 € dotiert, was nur ein winziger Bruchteil dessen ist, was jährlich in grausame und wissenschaftlich nicht haltbare Tierversuche investiert wird. Aber immerhin ist der Preis ein kleiner Schritt in die richtige Richtung und bietet klugen jungen Wissenschaftlern die Chance, ihre Ideen in die Tat umzusetzen.

406466_web_R_K_B_by_Stephanie Hofschlaeger_pixelio.deOhne finanzielle Förderung wäre sicher auch das Projekt des Wissenschaftlers Oliver Weingart nicht möglich gewesen, der in Zusammenarbeit mit verschiedenen Institutionen eine kleine Sensation entwickelt hat: Eine Alternative für die grausamen Botox-Tests, bei denen jährlich abertausende von Mäusen auf schreckliche Art und Weise ihr Leben lassen. Wie genau der neue Test funktioniert, der übrigens auch preiswerter, schneller und zuverlässiger ist, als der Mausversucht, kann man hier nachlesen.

Kommentare:

Dieser Beitrag wurde geschrieben von: Weitere Beiträge

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.