Grenzenloses Tierleid

Der Tierquälerei und dem Tiermissbrauch sind so gut wie keine Grenzen gesetzt – auch nicht geographisch gesehen: Überall auf der Welt fügen Menschen Tieren Schmerz, Leid und Qual zu.

Wir von PETA Deutschland e.V. engagieren uns gegen jede Ausbeutung von Tieren. In erster Linie kämpfen wir gegen die systematische Tierverwertungsindustrie, die jedes Jahr Milliarden Tote fordert: Tiere werden für Ernährungs- und Bekleidungsindustrie sowie für grausame und überflüssige Tierversuche getötet und auch für unsere Unterhaltung missbraucht. Für uns zählt jedes einzelne Tier, dem wir helfen können. Doch das Tierleid ist selbst vor unserer eigenen Haustür so groß, dass wir auch mit einer verdreifachen Anzahl von Mitarbeitern noch immer nicht alle Fälle bearbeiten könnten.

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Der letzte angsterfüllte Blick eines Rindes im Schlachthaus
© PETA Deutschland e.V.

Mit speziellen Kampagnen sind wir auch im Ausland für Tiere aktiv: So setzen wir uns gegen die brutalen Massentötungen heimatloser Tiere in der Ukraine ein, machen uns gegen Tierschutzmissstände in türkischen Tierheimen stark, unterstützen rumänische Tierschützer im Kampf gegen ein Gesetz zur Tötung heimatloser Hunde und protestieren gegen das Delfinschwimmen im tschechischen Cirkus Cirkus in Prag.

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Welpen in einem Tierheim in der Türkei
© PETA Deutschland e.V.

Da wir selbst in all diesen Ländern keine Büros oder festen Mitarbeiter haben, sind verlässliche Kontakte vor Ort eine wichtige Voraussetzung für erfolgreiche Auslandskampagnen. Nur durch zuverlässige Tierfreunde aus der Region erhalten wir verwertbare Informationen über die Situation sowie Bild- und Filmmaterial – und nur so können wir eine aufmerksame Begleitung der Kampagnenentwicklung erwarten.

Tagtäglich erhalten wir erschreckende Meldungen über Tierschutzmissstände und Tierquälerei – viele davon aus dem Ausland, wo Tierleid oft gut sichtbar ist. Leider müssen wir unserer Arbeit immer wieder Grenzen setzten, denn unsere Kapazitäten sind – verglichen mit dem weltweiten Tierleid – extrem beschränkt. Um so effektiv wie möglich gegen so viel Tierleid kämpfen zu können, müssen wir uns konkrete Ziele setzen – und diese so lange wie nötig und so intensiv wie möglich verfolgen!

© PETA Deutschland e.V.

Getötete Welpen in der Ukraine
© PETA Deutschland e.V.

Viele der erschütternden Informationen leiten wir an uns bekannte Gruppen oder Tierschützer aus den entsprechenden Ländern weiter, damit diese vor Ort aktiv werden können. Da wir nicht in allen Ländern Kontakte zu Tierschützern haben, verweisen wir Informanten auch auf das Netzwerk www.worldanimal.net, das die Adressen aller Tierrechts- und Tierschutzgruppen weltweit aufführt.

Als seriöse Tierrechtsorganisation müssen wir zudem immer prüfen, welche Projekte oder Missstände wir unterstützen können. Einige Anfragen können wir nicht bearbeiten, weil uns zum Bespiel wichtige Hintergrundinformationen fehlen, wir keine Fotos oder Videoaufnahmen haben oder weil ein Thema schon von anderer Seite bearbeitet wird und wir stattdessen anderen Tieren helfen können. Teilweise müssen wir Fälle ablehnen, weil uns politische Forderungen zu dem jeweiligen Zeitpunkt nicht umsetzbar erscheinen oder ein Bericht nicht stimmig ist. Und es gibt durchaus Fälle, in denen lokale Tierschutzgruppen ohne die Einmischung einer ausländischen Organisation bessere Chancen auf Erfolg haben.

Unser Team von PETA setzt täglich alle Energie für die Tiere ein – wir tun so viel wir können und erzielen immer wieder wichtige Erfolge für Tiere. Gern würden wir mehr bewegen, mehr verändern, mehr Tiere retten: doch leider sind auch unsere Möglichkeiten begrenzt. Deshalb sind wir auf die Unterstützung von tierlieben Menschen und Gruppen angewiesen, die sich für das Wohl der Tiere einsetzen.

Informationen über Erfolge, die wir gemeinsam mit unseren Unterstützern bereits erreichen konnten, finden ihr hier. Selbstverständlich kann sich zudem jeder einzelne täglich für die Tiere stark machen: durch eine vegane Lebensweise und durch den Einsatz für Tiere in Not.