Studie: Elefanten in Zoos sterben sehr jung

Wer letzte Woche unsere neue Titelgeschichte über die systematische Misshandlung von Elefanten in deutschen Zoos verpasst hat und trotzdem noch in den Zoo rennt, den wird vielleicht das Ergebnis dieser wissenschaftlichen Studie davon überzeugen, Zoos zukünftig zu meiden:

Trauriger Elefant im Stuttgarter Zoo ´Wilhelma´ © PETA 2009

Trauriger Elefant im Stuttgarter Zoo ´Wilhelma´ © PETA 2009

Forscher haben die Lebenserwartung von 4.500 Afrikanischen Elefanten in Zoos und in freier Natur miteinander verglichen und kamen zu einem erschreckenden – allerdings für Tierfreunde wenig überraschenden – Ergebnis. Elefanten im Zoo werden durchschnittlich weniger als 19 Jahre alt, während ihre freien Artgenossen durchschnittlich 56 Jahre alt werden. Ein Leben im Zoo bedeutet für einen Elefanten also, nur ein Drittel der Lebensdauer von in Freiheit lebenden Elefanten zu erreichen. Die Hauptgründe für ihren frühen Tod in Gefangenschaft sind Stress und Fehlernährung.

Nie mehr Zoo
Bitte besuche keine Zoos, denn das Leben von Elefanten und anderen Tieren ist dort systembedingt artwidrig. Elefanten leben in der Natur in stabilen sozialen Verbänden, wandern bis zu 80 Kilometer pro Tag und sind einer Vielzahl von Umweltreizen ausgesetzt. In Gefangenschaft werden sie zu einem Leben in viel zu kleinen Gehegen gezwungen. In den meist künstlich zusammengestellten Gruppen entstehen häufig Spannungen, wodurch viele Tiere permanent gestresst sind und sich sogar gegenseitig bis zum Tod bekämpfen. Durch die Beschäftigungslosigkeit entwickeln viele Elefanten schwere Verhaltensstörungen. Das unnatürlich lange Stehen verursacht Fuß- und Gelenkkrankheiten. Auf Auswilderung können Elefanten in Zoos nicht hoffen, denn die findet ohnehin nicht statt.