Die Zahl der (letzten) Woche

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Das Individium zählt nicht

Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, kurz BMELV,  präsentiert jede Woche interessante Zahlen zu den Themen Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. In der vergangenen Woche ging es um Fisch:

“18.270 Tonnen Fisch werden in Deutschland jährlich in über 4.700 Aquakultur-Betrieben erzeugt. Unter einer Aquakultur wird die kontrollierte Aufzucht aquatischer, also im Wasser lebender Organismen – wie etwa Fische oder Muscheln – verstanden. Mit einem Ertrag von über 8.100 Tonnen ist die Regenbogenforelle die bedeutendste Fischart deutscher Aquakulturen, gefolgt von den Gemeinen Karpfen mit rund 5.100 Tonnen und den Lachs- und Bachforellen mit zusammen knapp 1.600 Tonnen. Die meisten Aquakultur-Fische werden in Bayern erzeugt, dort werden über 4.700 Tonnen erzielt. Dahinter folgen Baden-Württemberg (3.100 Tonnen), Sachsen (2.300 Tonnen) und Niedersachsen (2.200 Tonnen).”

Wie man sieht, wird die Zahl der in deutschen Aquakulturanlagen getöteten Fische nur in Tonnen gemessen, nicht in Individuen.

Umgerechnet auf das Durchschnittsgewicht der jeweiligen Fische ergeben sich folgende Todeszahlen (in etwa): 2,7 Millionen Regenbogenforellen, 5,1 Millionen Karpfen und 1 Million Lachs- und Bachforellen, insgesamt also knapp 9 Millionen Fische, die unter grausamsten Bedingungen in der Aquakultur leiden und sterben.

Weder Fische noch andere Tiere gehören auf den Teller. Hier gibt es leckere, rein pflanzliche Fisch-Rezepte. Danke!

  • EineFrage

    Gut Tanja,
    Zahlen verdreht und schön ne Schlagzeile geschreibselt. 8100 Tonnen geteilt durch 2,7 Mio. Regenbogenforellen  ergibt das stattliche Gewicht von 3 kg pro Forelle.
    So wird verantwortungsvoller Tierschutz gemacht. Kleiner Kommafehler, aber was soll’s!
    Ich schätze der Artikel wird jetzt mal gleich kommentarlos umgeschrieben.