Nachrichten aus der Ukraine

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Mitte November besuchte uns Asia Serpinskaya , Präsidentin des ukrainischen Tierschutzverbandes AZOU und der in Kiew ansässigen Tierschutzorganisation KSPA. Leider kam sie ohne gute Nachrichten im Gepäck.

Ein Jahr nach der Ankündigung der ukrainischen Regierung, gegen die Tötungen heimatloser Hunde vorzugehen, ist die Situation für die heimatlosen Hunde in der Ukraine nach Angaben von Frau Serpinskaya weiterhin eine Katastrophe: Private Hundefänger vergiften Tiere im ganzen Land – während die Behörden das Leid der Tiere ignorieren. Der Tierschützerin zufolge sind in den ersten zwei Novemberwochen allein in Kiew 600 Hunde getötet worden! Makaber: Die sogenannten Doghunter sollen besonders auf die bereits kastrierten und markierten Hunde abzielen – um alle Bemühungen für mehr Tierschutz zu boykottieren und sogar Erfolge niederzumachen. Ihr Motto: „Mit der Ohrenpolitik kommt ihr nicht weit“.

getötete Welpen im März 2012
© PETA Deutschland e.V.

Niemand von den Tierschützern weiß, wer diese Doghunter sind. Die Tierquäler tauschen sich im Internet über Aufenthaltsorte heimatloser Hunde und auch grausame Tötungsmethoden aus.

Den Behörden werfen die ukrainischen Tierschützer vor, die Tierquäler ungestört agieren zu lassen. Die Vermutung steht im Raum, dass auch Behörden durchaus für einige große Vergiftungsaktionen verantwortlich sein könnten – auch wenn diese sich offiziell davon distanzieren. Auf politischer Ebene gibt es seit dem Ende der EM 2012 keine Bereitschaft mehr für eine Zusammenarbeit mit internationalen Tierschutzorganisationen.

Um den Tieren in der Ukraine zu helfen wählen wir nun einen alternativen Weg: Wir wollen über verschiedene Kanäle Mitgefühl und Empathie in der Ukraine stärken – und zwar in der ganzen Gesellschaft.

Dazu produzieren wir derzeit unter anderem eine Broschüre, die sich an Kinder im Grundschulalter richtet. Das farbenfrohe Heft, das kostenlos verteilt wird, soll locker, unterhaltsam und witzig für mehr Verständnis für Tiere werben und Mitgefühl wecken. Finanzieren können wir diese und weitere in Planung befindliche Projekte dank eurer Spenden – vielen Dank dafür!

© PETA Deutschland e.V.

Ihr könnt uns bei unserem Einsatz für Tiere weiterhin helfen, unseren politischen Forderungen Nachdruck zu verleihen: Unterschreibt erneut unseren Online-Protest und fordert von der ukrainischen Regierung die dringend notwendigen Änderungen des Tierschutzgesetzes, konsequentes Vorgehen gegen die Doghunter und Unterstützung für die ukrainischen Tierschützer.

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Ein Kommentar

  1. Jari Petri

    Kaum dachte man, es könnte nicht mehr dümmer werden, muss man sowas lesen:

    “Makaber: Die sogenannten Doghunter sollen besonders auf die bereits
    kastrierten und markierten Hunde abzielen – um alle Bemühungen für mehr
    Tierschutz zu boykottieren und sogar Erfolge niederzumachen.”

    Ich wundere mich eigentlich, dass mich so etwas immer wieder überraschen kann. So langsam sollte klar sein, dass von der Menschheit solche Hirnrissigkeiten ganz einfach zu erwarten sind.