„Forschung“ an der Jacobs University Bremen

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Gestern haben wir unsere neueste Undercover-Recherche veröffentlicht. Es geht um Tierversuche an der privat finanzierten Jacobs University in Bremen. Einer der „Partner“ dieser Hochschule ist die Vodafone-Stiftung. Die Tierversuche sollen klären, ob Mobilfunkforschung für Menschen schädlich sein kann. Ja, richtig gelesen. Finden wir auch skurril.

In solchen Röhren werden Ratten stundenlang bestrahlt, an jedem Tag ihres Lebens. © PETA Deutschland e.V.

Abgesehen davon ist auch die Methodik der Bremer Forscher überholt: Anstatt auf moderne, tierfreie Forschungsmethoden zurückzugreifen, werden Ratten oder Mäuse jahrelang täglich in winzigen Behältern bestrahlt und am Schluss getötet. Der verantwortliche Professor findet das alles völlig in Ordnung und erzählt in einem TV-Bericht, die Übertragbarkeit von Tierversuchen auf den Menschen sei ja eine generelle Limitierung, also nicht nur bei seinen Studien. Wir finden, dass das kein Argument sein kann, trotzdem Tierversuche zu machen, sondern natürlich sollte gerade deshalb diese Art von „Forschung“ nicht mehr durchgeführt werden!

Rätselhaft auch, dass er Entwarnung gibt, was seine aktuelle Tierversuchsstudie angeht. Jetzt schon (nach 3 von 15 Monaten Versuchsdauer) ist er sicher, dass das Ergebnis sein wird: Mobilfunkstrahlen sind ungefährlich für den Menschen. Da fragt sich doch der unverstrahlte gesunde Menschenverstand: Warum lässt er die Mäuse dann trotzdem ein weiteres Jahr lang krebskrank in winzigen Boxen vor sich hin vegetieren?!

Alles in allem erstaunt es jedenfalls nicht, dass wir nicht die Einzigen sind, die sich über die Mobilfunk“forschung“ an der Jacobs University wundern. Weitere Kostproben gibt es z.B. hier, hier und hier zu lesen.

Bitte helft uns, diese Versuche zu stoppen und schreibt den Verantwortlichen eine Protestmail: PETA.de/jacobsuniversity.

  • IZgMF

    Christine, wenn das Video der JUB-Kampagne im Mai 2012 heimlich gedreht wurde, wieso dauerte es dann bis zum 12, November, bis die Kampagne endlich startete? Zählt nicht gerade bei Labortieren jeder Tag? Der Kampagnentext ist an einem Tag geschrieben, inklusive Strafanzeige, dennoch verging bis zum Start rund 1/2 Jahr.

    mfg
    Stephan

    • http://www.peta.de/ PETA

      Wir haben lange recherchiert, um einen Überblick über die Faktenlage gewinnen zu können. Unsere Strafanzeige und unsere Online-Protestaktion werden ihre Wirkung auch jetzt nicht verfehlen.

  • IZgMF

    Christine, Sie schreiben:

    “Rätselhaft auch, dass er Entwarnung gibt, was seine aktuelle
    Tierversuchsstudie angeht. Jetzt schon (nach 3 von 15 Monaten
    Versuchsdauer) ist er sicher, dass das Ergebnis sein wird:
    Mobilfunkstrahlen sind ungefährlich für den Menschen.”

    Nein, das ist nicht rätselhaft. Schauen Sie sich das Video von Radio Bremen (RB) noch einmal an. Die von Ihnen monierte Entwarnung Prof. Lerchls bezieht sich NICHT aus seine aktuell laufende Studie, sondern auf das bereits beendete Deutsche Mobilfunk Forschungsprogramm. Da hat RB unglücklich geschnitten. Was er zu seiner aktuellen Studie wirklich zu sagen hat ist keineswegs präkognitive Entwarnung, sondern das, was man nach nach 3 von 15 Monaten
    Versuchsdauer mit Fug und Recht sagen kann. Im Original zu sehen und zu hören ab Minute 3:30 des RB-Videos. Ich denke es wäre fair, die falsche Anschuldigung in Ihrem Blog zurück zu nehmen oder zu löschen.

  • http://www.peta.de/ PETA

    Wir lassen uns vor keinen Karren spannen – als Tierrechtsorganisation setzen wir uns immer zum Wohl der Tiere ein.