St. Martinstag ? – Gansfrei!

Jedes Jahr wird der Heilige St. Martin am 11. November verehrt, sei es mit dem Laternenlaufen der Kleinen oder durch die sogenannte „Martinsgans“, für die europaweit Millionen Gänse ermordet werden. Doch warum dieser grausame Brauch?

Martin von Tours war ein asketisch lebender Mann, der für seine Barmherzigkeit bekannt war – er gab einem armen und frierenden Mann die Hälfte seines Umhanges. Durch seinen Lebensstil sah er sich nicht würdig, geweiht zu werden und versteckte sich in einem Gänsestall, in dem die aufgeschreckten Tiere seinen Standort verrieten – so die Legende. Viel wahrscheinlicher handelt es sich jedoch um die im November fällige Abgabepflicht der Bauern im Mittelalter, bei der Gänse zum Lehensherrn  gebracht werden mussten. St. Martin mit einer Gans auf dem Teller zu verehren steht streng genommen im krassen Gegensatz zu seiner Barmherzigkeit und asketischen Lebensführung.

Wie St. Martin selber schon sagte: „Nicht der Kopf muss zerbrochen werden, um in der Wahrheit weiter zu kommen, sondern das Herz.

Am St. Martinstag sollte Mitgefühl gezeigt und die Barmherzigkeit gefeiert werden, indem keine Gans geschlachtet und verspeist wird. Die sensiblen Tiere werden dicht an dicht, in engste Käfige gedrängt, dazu verdammt auf ihren eigenen Exkrementen zu stehen, bis sie – oft noch bei vollem Bewusstsein – die Kehle aufgeschlitzt bekommen und unter unermesslichen Schmerzen getötet werden. Das hätte der Heilige Martin auf keinen Fall gewollt.

Feiere den St. Martinstag vegan und begeistere Deine Freunde und Verwandten dazu Mitgefühl gegenüber diesen intelligenten und liebenswürdigen Tieren zu zeigen. Hier findest du dazu ein tolles und leckeres Rezept–  vollkommen Gans-frei. :)