Rettet die Robben: EU-Botschafter verteidigt Importverbot
Mit deutlichen Worten hat sich Matthias Brinkmann, Botschafter der EU-Delegation in Kanada, für das Bestehen des EU-Importverbotes auf Robbenprodukte bei einer Diskussionsrunde ausgesprochen. Er betonte die Regelung „ist demokratisch“ und er verwies auf ebenfalls bestehende Importverbote in den USA, Mexiko und Russland. Zuvor hatten Kanada und Norwegen die WTO aufgefordert, das Importverbot durch eine Expertenkommission prüfen zu lassen und mitteilen lassen, dass die Jagd erfolge „auf kontrollierte und ethische Weise, die das Wohlergehen der Tier garantiert”.
Die kanadische Regierung von Premier Harper versucht krampfhaft die barbarische Robbenjagd aufrecht zu erhalten. International existieren de facto keine großen Absatzmärkte mehr für die Robbenfelle und ohne staatliche Subventionen wäre die Robbenjagd 2012 wahrscheinlich komplett ins Wasser gefallen. Die Klage über die WTO dürfte den kanadischen Steuerzahler schätzungsweise 10 Millionen kanadische Dollar kosten, die weitaus besser in alternative Wirtschaftsformen investiert wären.
Der aktuelle Gesetzesentwurf des kanadischen Senators Mac Harb sieht vor, die kommerzielle Robbenjagd in Kanada zu verbieten. Zum ersten Mal wird er dazu nächste Woche im Senat eine ausführliche Rede halten und hofft auf die Unterstützung vieler Senatoren.
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