Verseuchte Geisterschiffe: Der Lebendexport von Schafen
UPDATE, 20.09.2012
Der Horror für die Schafe nimmt kein Ende. In Pakistan angelangt, wurden weitere Infektionen mit E.Coli, Salmonellen und Strahlenpilzbakterien bei den Tieren festgestellt. Die pakistanischen Behörden ordneten eine Massenkeulung der erkrankten Schafe an. Tausende wurden bereits getötet und vergraben, während die australischen Lebendexporteure alle Krankenheiten abstreiten, um trotzdem noch Profit aus dem Verkauf des Fleisches der Schafe zu schlagen.
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Wer möchte bei über 40°C mit einer schmerzhaften Hautinfektion über Wochen auf einem Schiff feststecken? Wohl niemand. Doch 22.000 australische Schafe auf dem Lebendexport-Schiff Ocean Drover mussten diese unvorstellbare Tortur am eigenen Leib ertragen und wurden auf eine qualvolle Odyssee über die Weltmeere geschickt.
Die sozialen Tiere sollten zum Schlachter nach Bahrain verschifft werden, nachdem ihre „Wollproduktion“ nicht mehr den Standards der australischen Merino-Wollindustrie entsprach, die den Weltmarkt dominiert.
Bei den zusammengedrängten Schafen an Bord brach aufgrund der katastrophalen hygienischen Bedingungen und mangels Impfungen der Orf-Virus aus – eine hochansteckende Lippen-, Maul- und Fußgrindbildung. In Bahrain angelangt, wurde von den Behörden das Entladen des verseuchten Frachters verboten. Nach zwei weiteren Wochen Irrfahrt erreichten die kranken Tiere in Pakistan endlich festen Boden unter den Füßen.
Die traurige Wahrheit: dies sind keine Einzelfälle. Ebenfalls vergangene Woche strandeten bis zu 50.000 Schafe auf dem Schiff Al Shuwaikh im Hafen von Kuwait. Der grausame Lebendexport von australischen Schafen reicht bis nach Ägypten und in die Türkei.

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