Kanzler gesucht!

Der Berliner Kurier sucht den Hundekanzler 2012 – noch bis zum 19. Oktober können Hundehalter ihre tierischen Begleiter ins Rennen um das Amt schicken, indem sie ein Foto hochladen und ihren Mitbewohner kurz charakterisieren. Der Contest soll den pfiffigsten Hund in Berlin und Brandenburg küren – die Leser stimmen ab.

Angesichts des völlig überfüllten Tierheims in Berlin wünschen wir uns einen adoptierten Hundekanzler! Denn es ist nicht nur wichtig zu zeigen, wie großartig Hunde sind, sondern auch, wie viele Tiere Opfer menschlicher Verantwortungslosigkeit werden.

Die Zahlen sind alarmierend: In diesem Sommer landeten bereits über 2.000 Hunde, Katzen, Kleintiere und auch Exoten im Tierheim der Hauptstadt.

Für die Besetzung eines “Amtes” sollte nicht das Aussehen den Ausschlag geben, sondern Kompetenz und Lebenserfahrung. Hunde aus dem Tierheim haben bereits Erlebnisse gemacht, die sie für eine tierische Position durchaus qualifizieren: Sie würden sich sicher gegen Tierhandel, gegen Zucht und für rechtsverbindliche, tiergerechte Haltungsvorschriften einsetzen.

Wir sind uns auch sicher: ein adoptierter Berliner Hundekanzler würde sich für den Hundeführerschein nach niedersächsischem Modell stark machen. Die Hauptstadt diskutiert derzeit kontrovers über das neue Hundegesetz. In der Debatte bleibt auch bei Tierfreunden leider oft unbeachtet, dass der allgemeine Hundeführerschein eine tiergerechte Haltung und Erziehung gewährleisten und Spontankäufe verhindern soll. Das Konzept setzt bei den Haltern an und kommt den Tieren Zugute. Es geht nicht um “Regelungswut”, sondern Tierschutz.

  • http://www.facebook.com/profile.php?id=1377221189 Linda Casaluci

    Super Bericht, tolles Bild!!!

  • Wolfsfan

    Im ersten Moment klingt es ganz lustig, wären da nicht die vielen ernstzunehmenden Themen, die im Beitrag angesprochen werden.

    Was muss man sich nicht alles einfallen lassen, um auf Tierelend aufmerksam zu machen!

    Ich drücke dem Tierheim Berlin feste die Daumen, damit viele Menschen von ihrer Not erfahren und sie hoffentlich nicht alleine mit ihren Problemen gelassen werden.

  • Hartmut1000

    Vor 12 Jahren wurde in einer beispielslosen Hetzkampagne gegen Hunderassen und deren
    Halter ein Klima geschaffen, daß bis zum heutigen Tag anhält. Die die dieses Klima geschaffen
    haben waren sich der Auswirkung bewußt. Die Tierheime quollen schlagartig an, da viele dem
    Druck und der Hetze nicht mehr gewachsen waren. Eine Tierrechtsbewußseinsänderung kann
    ich nur schwerlich erkennen. Es sind doch nicht nur die Hunde, sondern auch Katzen und
    viele andere Tiere von einem Tierheimaufenthalt betroffen. Jedenfalls ist dies ein ganz, ganz langer Weg den PETA e.V. eingeschlagen hat und ich wünsche dem Team das Beste auf diesem langen Weg.

    Ob da ein Hundekanzer Hilfe bringen könnte, weiß ich nicht.

    Vor einigen Tag lag meine Katze mitten auf der Straße ,als ich nach Hause zurückkehrte, sah ich auf einer DIstanz von 150 Metern ein schwarzes Queul auf der Straße und alle Autos fuhren einfach vorbei. Keiner der sich nur ansatzweise um das offensichtlich verletzte Tier kümmerte. Sie wurde wahrscheinlich angefahren und hatte wohl eine Gehirnerschütterung und hatte sich vor Erschöpfung auf die Straße gelegt. So hatten wir beide großes Glück gehabt !

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