Gericht: Nerze auf Pelzfarmen leiden wie „Legehennen“
Wieder hat ein Gericht die tierquälerische Käfighaltung bei den Nerzen verurteilt. Tiere auf Nerzfarmen müssen das gleiche Martyrium durchmachen, wie „Legehennen“ in der konventionellen Käfighaltung. Zu diesem Schluss kommt das Verwaltungsgericht Greifswald in seiner Urteilsverkündung gegen die illegale Nerzfarm in Wesenberg-Zirtow, Mecklenburg-Vorpommern.
Die Haltung von Hühnern in winzigen Batterie-Käfigen wurde zum 1. Januar 2010 in Deutschland verboten und ebenso müssten ab 12. Dezember 2011 Nerzkäfige eine Grundfläche von mindestens 3 m² aufweisen. Die Mehrheit der deutschen Nerzfarmen hat nach dieser von Tierrechtlern jahrzehntelang erkämpften Gesetzesverschärfung bereits dicht gemacht – doch noch immer leiden über 100.000 Nerze auf illegalen Pelzfarmen in Deutschland!
Es besteht kein vernünftiger Grund, Pelztiere zur Pelzgewinnung zu halten und zu töten“,
argumentierte jüngst der Agrarausschuss des Bundesrats für ein grundsätzliches Verbot der Pelztierhaltung in Deutschland. Wie Hühner müssen auch Nerze in winzigen, dreckigen Käfigen zusammengepfercht ausharren – bevor sie im Namen der Mode einen grausamen Tod durch Vergasung sterben. PETA geht mit allen rechtlichen Mitteln gegen die Nerzfarmbetreiber vor und hat Strafanzeigen erstattet. Mit den Urteilen der Verwaltungsgerichte aus Greifswald, Münster und Düsseldorf sind wiederholt die haltlosen Argumente der Pelzfarmer abgewiesen worden.
