Hüpfburg im Versuchslabor

Hüpfburg, Kinderschminken, Barbecue und “Musik für alle Altersgruppen”. Nein, dies ist nicht das Programm vom Sommerfest eines ländlichen Kegelvereins (ohne jetzt hier irgendwas gegen ländliche Kegelvereine sagen zu wollen, die tun wenigstens meistens niemandem weh), sondern es handelt sich um Programmpunkte des Sommerfestes am MDC. Richtig, das MDC ist das berüchtigte Berliner Tierversuchslabor, wo bereits Mäuse verhungerten, schwer verwundet auf den Tod warteten, in winzigen Käfigen ohne Beschäftigungs- oder Versteckmöglichkeiten ihr kurzes, trauriges Dasein fristeten.

Das ist auch das Labor, dessen Betreiber von Einzelfällen sprachen, bis sich herausstellte, dass auch im Jahr nach diesen “bedauerlichen Einzelfällen, die sofort abgestellt wurden”, stolze traurige 31 (!) Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen Tierschutzverstößen gegen das MDC eingeleitet wurden. Und schließlich ist es auch das Labor, das bis 2016 für schlappe 24 Millionen Euro (größtenteils öffentliche Gelder) ein noch größeres Tierversuchshaus bauen möchte.

Ratten wie diese leiden im MDC © PETA USA

Und hier kommst Du ins Spiel: Bitte hilf uns, diesen Neubau zu stoppen! Wenn Du in Berlin wohnst, dann geh am Samstag, den 11. August, zur großen Demo, damit die Besucher des Sommerfestes am MDC überhaupt merken, auf was für einer Veranstaltung sie gerade sind. Die Demo wird zwar nicht von PETA veranstaltet, aber unser peta2-Campaigner Manuel und PETA-Aktivisten werden mit Infomaterial vor Ort sein und freuen sich über Unterstützung! Hier findest du genauere Infos zur Demo: http://www.tierschutz-berlin.de/fileadmin/bilder/pdfdownload/flugblatt_11082012.pdf.

Wenn Du nicht in Berlin wohnst, kannst Du natürlich trotzdem helfen! Auf PETA.de/MDC findest du unseren Aktionsaufruf. Bitte schreibe auch Du mit unsere Online Petition eine Mail an Berlins regierenden Bürgermeister und bitte ihn, den Neubau am MDC zu stoppen und das Geld stattdessen in zukunftsweisende, tierfreie Forschungsprojekte zu investieren. Am besten, du schickst den Link zum Aktionsaufruf auch gleich noch an Deine Freunde, denn nur wenn richtig viele Leute mitmachen, können wir diesen Wahnsinn gemeinsam stoppen!

  • Wolfsfan

    Liebe Tierfreunde,

    einige von euch werden die Geschichte von der Labormaus „Bertha“ sicherlich kennen. Sie macht deutlich, dass es immer ein Einzelschicksal ist. Von den Millionen Versuchstieren erlebt jedes einzelne Tier diese, in der Geschichte beschriebenen, Qualen und Schmerzen.

    Bertha

    Eine Kurzgeschichte über Tierversuche und Botox

    http://aerzte-gegen-tierversuche.de/helfen/aktionen/937

    Einen lieben Gruß, Nika

  • http://www.facebook.com/people/Laura-Fisch/100001220842167 Laura Fisch

    Ich habe in einem Labor meine Ausbildung gemacht, wo auch Tierversuche durchgeführt worden sind. Selbst wenn die Mäuse nur zur Nachzucht verwendet werden, werden sie ab einem bestimmten Alter pauschal getötet. Eigentlich verstößt das gegen das Tierschutzgesetz, wonach man Tiere nicht grundlos töten darf. Aber wen kümmert das schon… -.- Ich arbeite jetzt in einem tierversuchsfreiem Labor, den Versuchstieren wird das aber leider nicht helfen.