PETA stellt tierische Mitbewohner vor: Gina

„Die ganze Welt ändert sich nicht, wenn ein Tier gerettet wird, aber für dieses eine Tier ändert sich die ganze Welt.“ – Unbekannter Verfasser.

Die MitarbeiterInnen bei PETA sind sehr tierlieb und so ist es nicht überraschend, dass viele einen oder mehrere tierische Mitbewohner haben. Diese sind natürlich alle adoptiert oder gerettet und wir möchten gerne die Geschichten dazu mit Euch teilen. Den Anfang macht Jobst, unser Editor in Chief – er hat ein paar Fragen über seine tierische Mitbewohnerin beantwortet.

Was für ein Tier wohnt bei Euch? Und wie lange wohnt sie schon bei Euch?
Seit circa 1½ Jahren wohnt die 13-jährige Pudelmix-Dame Gina bei uns.

Wo hast Du Gina adoptiert oder gerettet?
Gina ist Opfer einer Scheidung. Mit stolzen 12 Jahren wurde sie in einem Brandenburger Tierheim abgeben, weil sich das Paar, bei dem sie wohnte geschieden hatte und beide (angeblich) keine Wohnung fanden, wo sie einen Hund mitnehmen durften… und das auf dem Brandenburger Land, wo nun nicht gerade Wohnungsnot herrscht. Da sie zudem auch leicht verwahrlost wirkte, war eigentlich offensichtlich, das einfach niemand mehr Interesse an ihr hatte. So landete die alte Dame im Tierheim Datzetal. Da mein Kollege Stefan die MitarbeiterInnen des Tierheims wegen des „Horrorhofs von Datzetal“ in Kontakt war, fuhren wir also von Berlin aus mal in die Provinz, um zu schauen, ob dort jemand ein neues Zuhause sucht.
Gina war zwar erst ein paar Wochen im Tierheim, aber eine 12 Jahre alte, schwarze Mischlingshündin hat eben schlechte Vermittlungschancen, weil noch viel zu viele Leute (sogar im Tierheim) auf junge „Rassetiere“ aus sind. Nach einem langen gemeinsamen Spaziergang war uns klar, dass wir es mit Gina probieren. Seitdem ist sie da. :-)

Gina ist besonders, weil… sie eben ein Individuum ist – wie jedes Lebewesen. :-)

Deine Tipps oder Ratschläge für alle, die auch ein Tier adoptieren möchten:
Gebt – wenn Ihr könnt – alten Tieren eine Chance auf ein tollen Lebensabend.

Weiterführende Links zum Thema:

http://www.peta.de/tierheim
http://www.peta.de/heimtierschutzgesetz
http://www.peta.de/rassenwahn

  • dieumsteiger

    Da ich sonst keine Möglichkeit gefunden habe, poste ich hier. Wenn das nicht ok bzw. nicht erwünscht ist, dann entschuldige ich mich schon mal. 

    Mein Blog mit “fleischähnlichen Gerichten” scheint vielen eine gute Möglichkeit des Umsteigens zu sein. Viele Fleischesser werden animiert durch diese Gerichte gezielt vermehrt auf Fleisch zu verzichten und durch vegane Gerichte zu ersetzen. Also kein Blog der ausschliesslich für Insider ist, sondern der anregt, Fleischesser zu überraschen wie lecker Vegan sein kann. Vielleicht ist das ja eine Erwähnung auf diesem tollen Portal hier wert.

    Viele Grüße 
    Peter von dieumsteiger

  • Wolfsfan

    Für mich war immer schon klar einem Mischlingshund aus dem Tierheim ein Zuhause zugeben. Etwas anderes war, angesichts der Tatsache, dass Millionen Hunde auf der Strasse, in Tierheimen leben, überhaupt nicht denkbar.
     
    Viele Leute haben immer noch Vorbehalte gegen einen Hund aus einem Tierheim: „Man weiß nicht wo der herkommt, was er schon alles erlebt hat“. Oder auch, dass diese Hunde ängstlich oder sogar aggressiv wären. Ja, manchmal sind sie ängstlich, wenn sie Traumatisches erlebt haben, aber sollte man sie deswegen töten? Denn in den staatlich geführten Auslandstierheimen haben sie nicht die geringste Chance zu überleben.
     
    Wie habe ich meine Hündin gefunden? Eigentlich hat sie mich gefunden, denn sie hat sich mir förmlich zu Füßen geworfen. Sie hat in der Türkei gelebt, ob auf der Strasse oder als Kettenhund gehalten, weiß man nicht. Von einer türkischen Tötungsstation (Tierheim kann ich solche Einrichtungen nicht nennen) kam sie nach Deutschland und nach 10 Tagen zog sie bei und ein. Trotz dieser vielen, großen Veränderungen hat sie sich in sehr kurzer Zeit bei uns eingelebt und war, dank ihrer Klugheit, leicht zu „erziehen“. Sie ist eine fröhliche Type, die mit allen Artgenossen gut auskommt und ist allen Menschen sehr zugetan. 
     
    Ich habe mich noch nie für Rassehunde begeistern können. Mischlinge sind so einzigartig und wunderschön. Keiner sieht aus wie der andere. Sie sind gesund und nicht durch gezielte Züchtungen degeneriert.
     
    Es könnte so viel Elend vermieden werden, wenn ein Umdenken stattfinden würde. Aber solange illegaler Welpenhandel, durch den Kauf dieser Tiere, unterstützt wird, stehen die Chancen schlecht, dass sich etwas ändert. Wir brauchen keine Züchter sondern Menschen die Tierschutz wörtlich nehmen, denn es gibt genug Hunde auf dieser Welt, denen wir ein glückliches Leben geben können.

    Und falls jemand wert auf einen Rassehund legt,  auch die gibt es in den Tierheimen.