Stierkampf ist eine grausame Barbarei (Foto: Lisa Markkula)
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Im Zeichen des Stieres geborenen Menschen sagt man einen ruhigen Charakter, ein friedliches Temperament und einen besondere Empfindungstiefe nach. Es mag vielleicht überraschen, dass dies in keinerlei Widerspruch zu echten Stieren steht, die von der Stierkampf-Lobby in Spanien, Frankreich und einigen südamerikanischen Ländern fälschlicherweise als wilde, schnaubende „Bestien“ dargestellt werden. Das sorgt für höhere Besucherzahlen.

Stierkampf ist eine grausame Barbarei (Foto: Lisa Markkula)

Tatsächlich wird der Stier im Vorfeld eines Stierkampfes typischerweise durch einen engen Gang in die Arena getrieben, währenddessen ihm ein Widerhaken in den Nacken gerammt wird, an dem kleine Stoffbändchen in den Farben der Stierzuchtanstalt befestigt sind. Der Widerhaken verursacht große Schmerzen, die den Stier in die Arena jagen und wütend erscheinen lässt.

Bei diesem blutigen Spektakel handelt es sich keineswegs um einen fairen Kampf zwischen Mensch und Stier. Das Tier hat keine Chance: Ebenfalls vor der Show stechen mehrere Folterknechte mit Lanzen und Messern ständig auf den Stier ein, so dass er vor Blutverlust, Schmerz und Furcht völlig geschwächt ist. Häufig wird dem Stier Vaseline in die Augen gerieben, damit sich seine Fähigkeit, die Distanz abzuschätzen, negativ verändert.

Französische Politiker der Sarkozy-Regierung wollen den Stierkampf als nationales Kulturerbe etablieren und von der UNESCO anerkennen lassen. Derzeit finden Wahlen in Frankreich statt und es sieht nach einem Machtwechsel aus. Bitte nutze die Chance und spreche Dich mit unserer Online-Petition an die französischen Politiker gegen Stierkampf als Kulturerbe aus.

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Peter

Kampagnenleiter für "Tiere in der Unterhaltungsbranche" bei PETA Deutschland. Für seine Diplomarbeit bereiste er auf den Spuren von Elefanten, Tigern und Affen zahlreiche Schutzgebiete in Südostasien.