Elefant mit kleinen Baby-Elefanten

Vor knapp zwei Wochen gingen widerliche Bilder einer Jagd-Safari der Milliardärs-Söhne Donald Trump jr. und Eric Trump durch die Medien. Dabei schossen sie letztes Jahr in Zimbabwe auf so ziemlich alles, was nicht schnell genug wegrennen konnte: Ein Elefant, dem noch für das Foto-Posing der Schwanz abgeschnitten wurde, ein Krokodil wurde an einem Ast aufgehängt, ein Leopard (Leoparden sind vom Aussterben bedroht) und zahlreiche weitere Tiere mussten für die Jagdlust der Beiden sterben.

Elefant mit kleinen Baby-Elefanten

Elefant mit kleinen Baby-Elefanten

Obwohl sie bei einem Jagdreise-Veranstalter viel Geld für die Abschüsse bezahlten, untersuchen jetzt die Behörden in Zimbabwe den Fall. Bei der Leoparden-Jagd sollen illegal Hunde eingesetzt worden sein und die südafrikanische Jagdfirma hat wohl nicht die erforderlichen Lizenzen gehabt, um in Zimbabwe Jagdreisen zu veranstalten bzw. nicht die Gebühren entrichtet.
Die Behörden untersuchen auch die Ausrede der Trump-Söhne, das Fleisch sei an umliegende Dörfer gegangen, denn im Umfeld des Jagdgebietes gibt es gar keine Dörfer.

Und in Deutschland?
Um Ausreden sind auch die Jäger in Deutschland nicht verlegen, die jedes Jahr ca. 5 Millionen Tiere töten, darunter auch zehntausende Hunde und Katzen. Deren Argumente für die Jagd sind schon längst von namhaften Wissenschaftlern widerlegt worden. Zudem halten sich auch in Deutschland viele Jäger noch nicht einmal an bestehende Gesetze. Anfang März deckte der Verein „Komitee gegen den Vogelmord e.V.“ in einer koordinierten Aktion mit der Polizei wieder zahlreiche Fälle von illegaler Frühlingsjagd auf.

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Peter

Kampagnenleiter für "Tiere in der Unterhaltungsbranche" bei PETA Deutschland. Für seine Diplomarbeit bereiste er auf den Spuren von Elefanten, Tigern und Affen zahlreiche Schutzgebiete in Südostasien.