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Juchuu, abgesagt: Predigt im Duisburger Delfinarium

Heute erhielten wir eine E-Mail des zuständigen Pfarrers mit der erfreulichen Nachricht: “Weil wir nun der Meinung sind, dass eine um der Sache willen angemessen argumentative, differenzierte und faire Auseinandersetzung durch die nun vorhandene Form der Öffentlichkeit nicht gewährleistet ist, haben wir uns entschlossen, unsere Anfangsplanungen für diesen Gottesdienst nicht weiter zu verfolgen. ”

Sehr schön, danke! Denn vor wenigen Tagen war die Sachlage eine ganz andere :

Unglaublich aber wahr: das Duisburger Delfinarium plant einen Gottesdienst in seinen teuflischen, äh heiligen Hallen! Was könnte der verantwortliche Pfarrer, dessen Predigt gefilmt werden wird, nur erzählen?

Ach, da gäbe es schon einiges zu sagen! Lieber Herr Pfarrer wie wäre es hiermit?

So leben Delfine!

Bitte lieber Gott, befreie die Delfine von ihrem traurigen Schicksal! Ihrer Familie entrissen, aus ihrer Heimat entfernt, ein Leben in Gefangenschaft und Sklaverei, der Würde beraubt und zu Clowns degradiert, domptiert und dressiert, mit unbekannten Methoden gefügsam gemacht. 365 Tage im Jahr müssen die Delfine hier arbeiten und haben keinen 7. Tag an dem sie ruhen dürfen. Befreie sie aus dieser Sklaverei!

Da er das wohl kaum sagen wird, wäre es vielleicht doch am besten, diesen Gottesdienst abzusagen!

Unabhängig davon ob man nun an Gott glaubt oder nicht, ist ein Gottesdienst an diesem Ort eine heuchlerische Veranstaltung von Seiten des Zoodirektors! Oder was meinst du?

Bitte bleib Delfinarien so fern wie ein Vampir dem Kreuz!

 

 

Geschrieben von

ist oft am Meer und findet dass Fische die allertollsten Tiere sind.

Veröffentlicht unter: Unterhaltung · Etiketten: , , ,

  • Anonymous

    Wie könnte der Inhalt einer Predigt in einem Definarium aussehen?
     
    Wenn ich diese Predigt halten würde, käme zum Ausdruck, dass wir alle, (Menschen, Tiere) Geschöpfe Gottes sind. Dass wir die Verantwortung dafür haben, dass es den Delfinen gut geht, nicht in eine „Badewanne“ gehören, sondern in ihren natürlichen Lebensraum. Und, dass Tiere nicht dazu da sind Menschen zu bespaßen.
     
    Mich hat man aber nicht eingeladen, sondern der Betreiber des Delfinariums hat einen „Geistlichen“ gebeten einen Gottesdienst abzuhalten. Also wird er sich nicht für die Befreiung der Delfine einsetzen, denn das wäre geschäftsschädigend. Welche Botschaft soll verbreitet werden?
     
    Will man den Delfinen einen Segen erteilen, damit sie ihr Leiden besser durchstehen?  Will man den Besuchern zeigen das Gott auch Spaß daran hat, wenn die Tiere „Männeken“ machen müssen? Beim besten Willen, ich habe keine Ahnung, was das Ganze überhaupt soll.

  • http://www.facebook.com/profile.php?id=1467366331 Bayonetta Rosenroth

    Meiner Meinung nach, ist es Heuchlerei den Delfinen gegenüber. Aber ich befürchte, dass es den Menschen bei solch eine Veranstaltung nicht auffällt, weil  viele Gläubige oft genug damit zu tun haben, ihre eigene Seele ins Paradies zu katapultieren. Vielleicht gibt es dort dann Anwesende, die trotzdem mal laut kritische Fragen stellen und sich vor Ort für die Delfine einsetzen (wobei ich natürlich hoffe, dass es gar nicht erst stattfindet!)
    Schwierig: Man versucht etwas schlimmes wie Delfine in Gefangenschaft mit was “positivem” wie einem Gottesdienst für Gläubige zu verbinden.

    Romina –GEGEN TIERVERSUCHE–

  • Anonymous

    Ist doch klar, warum ein “Geistlicher” sich dafür hergibt, seinen
    Gottesdienst im Delfinarium eines Zoos abzuhalten: Endlich mal “Publikum” (und nichts anderes ist das ja wohl!) UNTER

    65 Jahren. Ich glaube aber kaum, dass DIESE dann am nächsten Sonntag in
    seine Kirche gehen…es sei denn, er machte eine “aufregende”
    Reptilienausstellung im Gotteshaus. (Hoffentlich habe ich ihn nun nicht
    noch auf Ideen gebracht!)

    Schade, dass auch die Geistlichen dann doch so geistlos sind.

    KimFranzi

  • http://www.facebook.com/people/Antonietta-Tumminello/1351425042 Antonietta Tumminello

    Artgerecht ist nur die Freiheit in den Weiten der Meere !!!

  • Anonymous

     
    „Eine angemessene argumentative, differenzierte und faire Auseinandersetzung nicht gewährleistet.“
     
    Was meint der zuständige Pfarrer damit? Dass ich mich nicht angemessen, differenziert und fair mit dem Thema auseinandersetzen kann? Das nehme ich persönlich!
     
    Warum ist dieser Pfarrer nicht in der Lage zu sagen: „Mensch Leute, da hätte ich ja beinahe einen großen Fehler gemacht, betrachtet man Tiere auch als Geschöpfe Gottes, die beschützt werden müssen?“
     
    Fehler einzugestehen scheinen in der heutigen, öffentlichen Welt nicht vorzukommen. Aber es so, wie der Herr Pfarrer zu machen, jede „Schuld“ von sich zu weisen und „uns“ den schwarzen Peter zuzuschieben , ist schon eine Gemeinheit!
     
    Über das Ergebnis freue ich mich dennoch sehr! Egal wie es zustande gekommen ist.