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Brutale Fischläuse
Fische haben auch Läuse. Obwohl sie keine Haare haben, sondern Schuppen. Ihre Fischläuse sind etwa 1,5 cm lang
und begnügen sich im Gegensatz zu unseren nicht damit Blut zu saugen, sondern beißen ihnen Fleischbrocken aus Gesicht und Körper. Sie fressen sie quasi lebend auf. Ganz massiv betroffen sind Forellen in der Aquakultur. Hier vermehren sich die Läuse unendlich schnell weil sie wie Schweine in der Massentierhaltung auf engstem Raum zusammengepfercht sind. Die Fischläuse dringen durch die Netze nach außen und dezimieren auch Wildfischbestände. Nur durch eine hohe Dosis Antibiotika kann das Schlimmste verhindert werden. Aber die Norweger gehen noch einen Schritt weiter: sie geben Diflubenzuron ins Wasser, ein Insektizid, dessen Einsatz auf EU-Farmen verboten ist. Auf dem Notizzettel steht: sehr giftig für Meeresorganismen, mit unerwünschten Langzeitnebenwirkungen.
Hier noch weitere unappetitliche Informationen (1): 10-20% der Forellen auf Aquafarmen sterben aufgrund der hohen Besatzungsdichte, Verstümmelungen und Krankheiten. Die Hälfte leidet an Herzmuskelentzündung und 90% haben eine Fettdepotablagerung am Herzen. Der Lebensmittelabfall der aus den Farmen ins Meer gelangt, beläuft sich auf 7%, sprich 70.000 t die im offenen Meer von Wildfischen aufgenommen werden. Wissenschaftler vermuten, dass giftige Stoffe wie PCB’s und Dioxine sich im Fisch anreichern und Krebs erregend sind und somit ist das gesundheitliche Risiko beim Fischverzehr höher als der eventuelle Gewinn durch die Aufnahme von Omega3 Fettsäuren.
Fazit: Fischen tut weh! Und zwar uns allen: Fisch, Mensch und Umwelt!
(1) Quelle: Rue 89, Februar-März 2012.
Veröffentlicht unter: Ernährung · Etiketten: Aquakultur, Fischläuse, Forellen
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Monika
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Reg09
