Schuppige Genießer
Ein Glas Rotwein, Kaminfeuer und eine wohltuende Massage, wer kann da nicht entspannen?
Ctenochaetus striatus, der Blaulinien-Borstenzahndoktorfisch, genießt das jedenfalls sehr – zumindest die Massage. Wie die Zeitschrift Science & Vie in ihrer Februarausgabe schreibt, fanden Wissenschaftler heraus, dass Fische dieser Art die Anwesenheit des gemeinen Putzerfisches (Labroides dimidiatus), der ihnen die Parasiten wegknabbert, nicht nur aufgrund der Parasitenentfernung genießen, sondern auch weil sie durch seinen Flossenschlag massiert werden. Vor der “Putzprozedur” massiert der Putzerfisch mit seinen Flossen den Rücken des Borstenzahndoktors. Die Biologen ersetzten die Putzerfische durch Attrappen und stellten fest, dass mit zunehmender Massage-Dauer der Cortisolspiegel (Stresshormon) im Blut sinkt.
Fische wissen es eben zu genießen. Und sind uns somit ähnlicher als vermutet. Es ist auf jeden Fall ein Grund mehr, Fische von unserem Teller zu streichen!
